

Drama
IND 2003, 186 min.
R/Dir: Nikhil Advani
B/C: Shahrukh Khan, Preity Zinta, Saif Ali Khan
B/S: Karan Johar
K/DoP: Anil Mehta
M/M: Shankar Mahadeyan, Loy Mendonsa, Ehsaan Noorani
Nach dem Tod ihres Vaters steht die Familie von Naina Kapur vor großen Problemen: Das Restaurant der Mutter steht kurz vor dem Ruin und das Leben innerhalb der Familie ist von Traurigkeit geprägt. Nainas bester Freund Rohit versucht sie aufzuheitern, aber ohne Erfolg. Bis der lebenslustige Aman in ihr Leben tritt. Mit seiner charmanten und charismatischen Art steckt er die komplette Nachbarschaft mit seiner Lebensfreude an, so dass auch Naina langsam auftaut und sich in ihn verliebt. In der Zwischenzeit hat Rohit entdeckt, dass er nicht nur freundschaftliche Gefühle für Naina hegt. Zu allem Überfluss hat sich Aman auch noch in Naina verliebt, bis sich langsam herausstellt, was der wahre Grund für seinen Aufenthalt in New York ist.
Nikhil Advani erhielt für seine erste Arbeit als Regisseur prominente Unterstützung: Karan Johar produzierte den Film nicht nur, sondern fungierte auch als Drehbuchautor. Anil Mehta (‚Langaan’) stand als Kameramann zur Verfügung und die Choreografien stammen von Farah Khan (‚Kabhi Kushi Kabhi Gam’). Bis heute ist ‚Kal Ho Naa Ho’ einer der erfolgreichsten Bollywood Filme weltweit, 2004 wurde er auf der Berlinale im Internationalen Forum des Jungen Films gezeigt. Zudem ist er der erste indische Film, der komplett in New York spielt.
Im Zentrum von ‚Kal Ho Naa Ho’ steht die Dreiecksbeziehung zwischen Aman (Shah Rukh Khan), Rohit (Saif Ali Kahn) und Naina (Preity Zinta). Beide Männer haben sich in die schüchterne Naina verliebt, doch Naina kann nur einen lieben, was zur Konsequenz hat, dass entweder Rohit oder Aman auf ihre Traumfrau verzichten müssen. In typischer Bollywood Manier läuft dieser Konkurrenzkampf sehr zivilisiert und ohne fiese Tricks ab. Obwohl Beide um das gleiche Mädchen kämpfen, werden sie dennoch gute Freunde. Im Laufe des Films kristallisieren sich weitere Handlungsstränge heraus, wie zum Beispiel die problematische Familiensituation von Naina, oder die verzweifelten Versuche ihrer chaotische Freundin Sweetu, einen geeigneten Ehemann zu finden.
Die Hauptdarsteller harmonieren wunderbar miteinander, Shah Rukh Khan brilliert in der Rolle des charismatischen Aman und Saif Ali Khan ist unglaublich unterhaltsam als tollpatschiger Rohit. Zu Beginn spielt Preity Zinta die verschlossene und schüchterne Naina, die sich langsam von der grauen Maus zur attraktiven Frau wandelt. Bisher hatte sie sich immer vor ihren Gefühlen versteckt, nun öffnet sie sich langsam – und das so überzeugend, dass sie 2004 für ihre Leistung den Filmfare Award als beste Schauspielerin gewann. Das weitere Cast besteht unter anderem aus Jaya Bachchan, Ehefrau von Amitabh Bachchan und trägt zum Erfolg dieses Films wesentlich bei.
Auch der Soundtrack von ‚Kal Ho Naa Ho’ ist sehr gelungen, sei es die Bollywood Version von Roy Orbisons ‚Pretty Woman’, der ohrwurmverdächtige Hit ‚Maahi Ve’ oder die wunderschöne Titelmusik gesungen von Sonu Nigam, alle Songs sind gut gewählt und passen hervorragend.
‚Kal Ho Naa Ho’ ist ein Film, der die Macht hat, den Zuschauer von Beginn an zu fesseln und regelrecht zu verzaubern. Unglaublich humorvoll und bewegend wird hier eine Geschichte voller Liebe, Freundschaft aber auch Verzicht erzählt, die einen mal zum Lachen und mal zum Zücken der Taschentücher bringt. Die Chemie zwischen den Schauspielern stimmt, die verschiedenen Handlungsstränge lassen zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen und das dramatische und tragische Finale lässt kein Auge trocken. ‚Kal Ho Naa Ho’ gehört zu den besten Filmen, die das moderne Bollywood zu bieten hat.
