
Tag: Donnerstag, 21. Juli 2011
Zeit: 18.30 Uhr
Ort: Saal Berlin (Millennium Hotel)
Deutsch-indisches Energie-Forum ‚Umwelt und erneuerbare Energien’ im Saal Berlin mit hochkarätigem Podiumsgästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung. Bereits zugesagt haben der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller, Andreas Lapp, Honorarkonsul der Republik Indien, und Christoph Wuertemberger, Technical Director der M+W Group. In Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung entwicklungswichtiger Vorhaben (VEV), der International Socienty for the Promotion of Environment and Renewable Energie (ISPERE) und dem Honorarkonsulat der Republik Indien für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.
Der Ausstieg aus der Atomenergie und der Umstieg auf erneuerbare Energien in Deutschland konfrontiert noch mit vielen offenen Fragen. Wie soll der Einstieg in das neue Energie-Zeitalter erfolgen? Wo kann Energie eingespart werden? Wie läuft der Ausbau der Netze? Welche Chancen bietet die Energiewende? Können Gas, Sonne und Wind die Energieversorgung – das Herz-Kreislaufsystem der Wirtschaft – wirklich sichern?
Während in Deutschland noch am Energiekonsens in der Gesellschaft gefeilt wird, sind in Indien die Weichen zur Solarnation bereits gestellt. „Unsere Vision ist es, die Entwicklung der indischen Wirtschaft energieeffizient zu machen. Mit der Zeit müssen wir es schaffen, die Entwicklung unserer Wirtschaft von den fossilen Energiequellen abzukoppeln, um sie an die erneuerbaren und nachhaltigen Energiequellen anzukoppeln. In dieser Strategie spielt die Sonne die mit Abstand wichtigste Rolle, so wie es eigentlich sein sollte, denn sie ist buchstäblich der Urquell für alle Arten von Energie.“ Mit diesen Worten stellte der indische Premierminister Dr. Manmohan Singh am 30. Juni 2008 den indischen Aktionsplan gegen den Klimawandel vor. Kernstück ist die Solar-Mission.
Bei deren Konzeption orientiert sich die indische Regierung an der 20er-Regelung der EU. Bis 2022 will Indien eine 20.000 Megawatt (MW) starke netzintegrierte Solarenergiekapazität aufbauen. Bis 2030 sollen es bereits 100.000 MW sein, 2050 dann 200.000 MW. Bis zum Jahr 2020 will Indien einen gemeinsamen Netzeinspeisungstarif für Solar- und konventionellen Strom erreichen. Bis 2030 soll ein gleicher Erzeugungspreis realisiert sein.
Mit Hilfe aus Baden-Württemberg gelang es Indien den Grundstein für eine Solarnation zu legen. Nun kann Baden-Württemberg bei der eigens beschlossenen Energiewende in Deutschland auf Erfahrungen aus Indien zurückgreifen.