Bollywood

Jury

Wir freuen uns auch in diesem Jahr renommierte und erfahrene Juroren für die Jurys der drei Festivalpreise 'German Star of India', Bester Dokumentarfilm und Bester Kurzfilm gewonnen zu haben.

Jury 'German Star of India'

Manisha Koirala

Mit sehr engagierten Frauenrollen machte sich Manisha Koirala im indischen Kino einen großen Namen. Ihre Filmkarriere begann 1991 mit dem Film ‚First Love Letter’. Sie stand in weiteren 70 Filmproduktionen vor der Kamera, darunter ‚Mann’ (1999), ‚Lajja’ (2001), ‚Escape From Taliban’ (2003) und ‚Taj Mahal’ (2005). Die Schauspielerin fällt vor allem durch ihre ungewöhnlich politischen Rollen auf. Sie drehte u.a. mit Regisseur Vidhu Vinod Chopra ‚1942 – A Love Story’ (1997) die Tochter eines Freiheitskämpfers und mit Shah Rukh Khan ‚Dil Se’ (1998), in der sie als Terroristin glänzt und so international auf sich aufmerksam machte. Manisha Koirala, die aus Nepal stammt, wurde in eine politisch mächtige Familie hineingeboren. Ihr Großvater und zwei Großonkel waren Premierminister von Nepal.

 

Gabriele Röthemeyer

Nach dem Studium der Germanistik, Theater- und Zeitungswissenschaften in München war Gabriele Röthemeyer zunächst Redakteurin und produzierende Feature-Autorin im NDR und ZDF, dann Dramaturgin und Produzentin in mehreren Fernsehfilmproduktionen in Hamburg. Seit 1995 ist Gabriele Röthemeyer Geschäftsführerin der Filmförderung Baden-Württemberg in der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg. Röthemeyer gehört seit 25 Jahren verschiedenen Gremien und Verbänden der Filmwirtschaft an, unter anderem der Jury für den deutschen Filmpreis, dem internationalen Filmkunsttheaterverbands C.I.C.A.E., der Filmstiftung NRW, dem Kuratorium junger deutscher Film, dem Kuratorium Schloss Solitude und dem Hochschulrat der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Sie ist deutsche Koordinatorin für das Europäische Produzententraining EAVE.

 

Kalle Friz

Kalle Friz, 39 Jahre alt, ist seit Juli 2009 als Leiter für Kinoveröffentlichungen des KINOWELT Filmverleihs in Leipzig verantwortlich. Zuvor war er seit 2002 bei Twentieth Century Fox of Germany für die Vermarktung der Fox Searchlight Produktionen zuständig, ab 2006 als Head of Fox Searchlight and Local Acquisition/ Co-Productions. In dieser Position brachte Kalle Friz Publikumserfolge wie ‚Krabat’, ‚Juno’ und ‚Little Miss Sunshine’ in die deutschen Kinos. Vor seiner Zeit bei Fox war Kalle Friz bei Advanced Filmverleih, Nielsen EDI sowie bei den Französischen Filmtagen Tübingen tätig.

 

Christian Hänel

Als Bereichsleiter für Völkerverständigung bei der Robert Bosch Stiftung ist Christian Hänel für Westeuropa, Amerika, Türkei, Japan und Indien zuständig. Hänel wurde 1973 in Bielefeld geboren. Er studierte Geschichtswissenschaft mit dem Schwerpunkt US-amerikanische Geschichte und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bielefeld, der Westfälische Wilhelms Universität Münster und der Johns Hopkins University in Baltimore. Von ihm liegen mehrere Veröffentlichungen vor, darunter ‚Robert Bosch und die soziale Verantwortung des Unternehmers’, ‚Giving Europe a Voice’ und ‚Gefeiert, verdrängt, entsorgt: Widukind nach dem Krieg’. In seiner Freizeit widmet sich Christian Hänel dem Themenbereichen Film und Filmgeschichte.

 

Oliver Paulus

Autor und Regisseur Oliver Paulus eroberte Ende Mai mit seiner romantischen Komödie ‚Tandoori Love’ die Kinos. Der Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg, wurde 1969 im schweizerischen Dornach geboren. In Ludwigsburg studierte er Regie und Drehbuch. 1995 wurde Oliver Paulus mit dem Max-Ophüls-Preis, 1997 mit dem Werkjahrespreis und 2008 mit dem Anerkennungspreis des Kantons Solothurn ausgezeichnet. In der Nachfolge von Jean-Luc Godard, Robert Altmann, David Lynch und Wim Wenders wurde er eingeladen, den prestigeträchtigen Werbespot für Parisienne People zu realisieren. Seine beiden Spielfilme ‚Wir werden uns wiedersehen’ (2008) und ‚Wenn der Richtige kommt’ (2003) wurden auf mehr als 80 Festivals gespielt und mit 18 internationalen Preisen ausgezeichnet. Seine Bollywood-Komödie ‚Tandoori Love’ war Eröffnungsfilm der Filmschau Baden-Württemberg 2008.

 

Jury Best Short Film

Carmen Brandt

Carmen Brandt, 1978 in Querfurt/ Sachsen-Anhalt geboren, ist seit 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Südasien Seminar des Orientalischen Instituts an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittemberg. Ihr Forschungsgebiet umfasst die Filmlandschaft in Indien und Bangladesch, bengalische Sprache und Kultur, Entwicklungspolitik in Bangladesch sowie ethnische und religiöse Minderheiten in Bangladesch. Ihr Promotionsprojekt widmet sich dem Thema ‚The Genesis of an Ethnic Group as Reflected in Portrayals: The Bedes of Bengal’. 2004 spielte sie die Hauptrolle in dem bengalischsprachigen Kinofilm ‚Bidesini – From Bangladesh With Love’ von Shibli Sadik. Und sie schrieb den Artikel ‚Einmal Dhallywood und zurück: Ein Erfahrungsbericht aus der welkenden Kinolandschaft Bangladeschs’.

 

Brigitte Dithard

Als Redakteurin Fernsehfilm beim SWR ist Brigitte Dithard zuständig für den Stuttgarter ‚Tatort’. Die gebürtige Stuttgarterin, die in Barcelona und Stuttgart Germanistik und Romanistik studierte, betreut nicht nur die TV-Kommissare Lannert und Bootz und zuvor Bienzle; ihr Name steht auch für Fernsehfilme wie ‚Gegen Ende der Nacht’ und ‚Die Frau, die im Wald verschwand’ von Oliver Storz, ‚In Sachen Kaminski’ von Holger Karsten Schmidt (Buch) und Stefan Wagner (Regie), ‚Ein langer Abschied’ von Silke Zertz (Buch) und Johannes Fabrick (Regie). Zusammen mit dem WDR betreut sie die Reihe ‚Bloch’. Brigitte Dithard, seit 1990 TV-Redakteurin, ist auch zuständig für Koproduktion von Kinofilmen wie ‚Bella Martha’ und ‚weitertanzen’, sowie Kurzfilme wie ‚The Perfect Moment’, ‚Der Verdacht’ und ‚Am anderen Ende’.

 

Stefan Paul

Stefan Paul, geboren 1946 in Leipzig, ist Kinobetreiber und Geschäftsführer des Arsenal Filmverleihs Tübingen. Er studierte nach dem Abitur Germanistik und Anglistik in Tübingen. Seit 1970 arbeitet er als freier Autor und Redakteur beim SDR/SWR Fernsehen in Stuttgart. In Stuttgart und Tübingen betreibt Stefan Paul seit 1974 Kinos, seit 1990 auch in Leipzig. Mitte der 1970er Jahre übernahm er die Geschäftsführung des Arsenal Filmverleihs Tübingen. Stefan Paul drehte bereits zehn Langfilme und einen Kurzfilm. Darunter ‚Reggae Sunsplash’, ‚König von Deutschland’ und ‚Mercedes Sosa - 25 Jahre nach Sera Posible el Sur’. Bei der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover war er Programmdirektor des EXPO Filmfests 2000. Zweimal, 2001 und 2006, wurde die Arsenal Filmverleih GmbH ausgezeichnet mit dem deutschen Verleiherpreis.

 

Enrico Battaglia

Enrico Battaglia, 30 Jahre alt, studierte Kunstgeschichte, Romanische Philologie und Empirische Kulturwissenschaft an der Universität Tübingen. In den vergangenen Jahren arbeitete er als Koordinator des Filmförderpreises für Koproduktionen für die Robert Bosch Stiftung. Die Gestaltung des Rahmenprogramms des Kurzfilmpreises, sowie die Durchführung der Förderprozesse und die Betreuung der Nominierten und Partner aus Mittel- und Osteuropa sind Teil dieser Koordination. Seit März 2010 unterstützt er das Organisationsteam der Film- und Medienfestival gGmbH und die Veranstaltung des Internationalen Trickfilmfestivals Stuttgart.

 

Jury Best Documentary

Sigrun Köhler

Nach dem Abschluss ihres Studiums an der Filmakademie Baden-Württemberg im Jahr 2000 gründete Sigrun Köhler mit Wiltrud Baier in Stuttgart die Produktionsfirma ‚Böller und Brot’. Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit ist der künstlerische Dokumentarfilm. Ihr Debütfilm ‚Schotter wie Heu’ avancierte zum Kulthit. Mit ihren Filmen haben sie zahlreiche internationale Preise gewonnen. Ihre gemeinsame Filmographie beinhaltet ‚How Time Flies’ (2000), ‚Der große Navigator’ (2007), ‚Homemade’ (2007), ‚The Indian of The Group’ (2006) und ‚Häuser. Gläser. Hosen.’ (2008). Das ‚Böller und Brot’-Team unterrichtet und hält Vorträge unter anderem an der Lazi Akademie Esslingen, der Merz Akademie Stuttgart, der Bauhaus Universität Weimar und dem Goethe Institut Bangkok.

 

Adrian Kutter

Adrian Kutter, geboren 1943 in München, leitet seit 1972 den Filmtheaterbetrieb Kutter in Biberach. Kutter sitzt seit 1974 in Filmkunstjurys auf nationalen und internationalen Festivals wie Cannes und Locarno. 1979 gründet Kutter die Biberacher Filmfestspiele, deren Intendant er bis heute ist. Von 1981 bis 2003 war er Vorsitzender der Gilde deutscher Filmkunsttheater. Seit 1997 ist Adrian Kutter Vorsitzender des Film- und Kinomuseum Baden-Württemberg e. V. in Biberach. Er ist Mitglied der Jury Deutscher Filmpreis, des Verwaltungsrates der Filmförderungsanstalt FFA, der Filmförderung Baden-Württemberg und Vizepräsident der C.I.C.A.E. (Weltverband der Filmkunsttheater, Paris). Er kümmert sich auch als Aufsichtsratsmitglied von Progress-Film um das filmische Erbe der DDR.

 

Bernd Wolpert

Bernd Wolpert, Jahrgang 1956, studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte auf Lehramt. Er ist seit 1989 Leiter des Evangelischen Zentrums für entwicklungsbezogene Filmarbeit, der Fachstelle Film in Trägerschaft des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) in Bonn und des Gemeinschaftswerks Evangelischer Publizistik (GEP) in Frankfurt. Seit vielen Jahren ist Wolpert Mitorganisator eines Afrika-Schwerpunktes im Rahmen der Französischen Filmtage Tübingen-Stuttgart und des Festivals Cine Latino Tübingen-Stuttgart. Wolpert ist darüber hinaus Mitglied im Geschäftsführenden Ausschuss des Fernsehworkshop Entwicklungspolitik.

 

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